GESCHMACKSMERKMALE DER WEINE
ALLGEMEINE BESCHREIBUNG

Pouilly Fumé
Der Blanc Fumé (oder Sauvignon) reagiert sehr ausgeprägt auf Schwankungen der natürlichen Bedingungen - das sind Klima und Microklima, Höhe, Lage. Die Weine dieser Rebsorte haben einen gemeinsamen Grundgeschmack mit Geschmacksnoten von vegetabilisch bis mineralisch über blumig und fruchtig, und bieten dabei doch eine enorme Vielfalt an Nuancen als Ausdruck der unterschiedlichen Facetten der Terroirs und des Know-how der Winzer. Die Pouilly Fumé Weine werden meistens 6 bis 18 Monate nach der Lese getrunken, denn in dieser Zeit kommt ihr jugendliches Aroma am besten zur Geltung; einige Jahrgänge haben sehr gutes bis ausgezeichnetes hohes Lagerungspotential.
Charakteristische Merkmale der Weine

Pouilly-sur-Loire
diese Weine trinken sich gut, sind vollmundig auf Grund ihres mäßigen Alkoholgehalts und geringer Säure, doch sind sie dennoch Charakterweine mit großen geschmacklichen Unterschieden je nach Terroir. Das Spektrum des Aromas reicht von diskreter bis mittlerer Intensität, häufig schmeckt man frische Mandel und Nuß.

BESCHREIBUNG der unterschiedlichen Sorten des POUILLY FUMÉ je nach TERROIR

Kalkboden
Es handelt sich dabei um warme Böden mit meist frühzeitigem Vegetationszyklus und Reife. Die Weine zeichnen sich durch eine angenehme Frische und gediegene Nervositä aus. Ihre fruchtigen Aromen (schwarze Johannisbeere) mit manchmal leicht vegetabilischen Geschmacksnoten (Buchsbaum) entfalten sich rasch und schon in den ersten Monaten. Die Pouilly Fumé Weine von Kalkböden sind häufig die ersten trinkfertigen Weine, und zwar vor allem diejenigen der jüngsten Böden. Ihr hohes Lagerungspotential wächst mit der Alterung der Weinberge.
Kalkboden

Mergel mit kleinen Austern
Die vegetative Entwicklung des Weinstocks erfolgt hier langsamer auf Grund des Lehmgehalts. Die Reife ist regelmässig und reagiert weniger empfindlich auf wechselnde klimatische Verhältnisse. Mit etwas Geduld erhält man einen bisweilen hohen Zuckergehalt, dabei bleibt der Säuregehalt sehr angenehm ausgeglichen. So entstehen die charakterfesten Pouilly Fumé Weine mit ihrem exzellenten hohen Lagerungspotential. Die Aromen sind fein; In den ersten Monaten bleiben sie verhalten, entwickeln sich dann nach und nach und erreichen ab etwa zehn Monaten ihre Fülle. Sie sind komplex, haben blumige (Rose) und fruchtige Geschmacksnoten, gemischt mit vegetabilischen (Narzisse) und rauchigen Geschmacksnoten.
Mergel mit kleinen Austern

Kieselstein
Diese Böden verleihen dem Weinstock eine große Regelmäßigkeit sowohl für die Herstellung, als auch für die Qualität, zumal sie sehr tiefgründig sind. Die jungen Pouilly Fumé Weine aus solchen Böden zeigen Nervosität und müssen belüftet werden, damit sie sich öffnen. Die charakteristischen Aromen erinnern an Gewürze und Mineralien (feurig). Das hohe Lagerungspotential ist ebenfalls gut; am besten ist für diese Weine, mindestens ein bis zwei Jahre oder noch länger zu warten, dann erhält man überaus mächtige Weine.
Kieselstein

Lehm/Kiesel
Je nach dem Verhältnis von Sand und Lehm im Boden variieren die Pouilly Fumé Weine überaus stark. Bei größerem Gehalt an Sand im Boden sind die Weine gleich leicht und weich, sie fallen jedoch schneller ab. Ist der Gehalt an Lehm größer, dann ist die Ausgeglichenheit frischer und es dauert länger, bis die Aromen zum Ausdruck kommen. Es ist dann günstig, zugunsten der Entfaltung der Charakteristika einige Monate zu warten.
Lehm/Kiesel


GESCHMACKSTENDENZEN des POUILLY FUMÉ je nach JAHRGANG
2004Als Jahrgang mit ausserordentlich hoher Sonnenbestrahlung behält der 2003 den Typus bei, hat aber dennoch einen ganz persönlichen Stil. Diese Weine lassen den sich Tag für Tag öffnenden Aromen freien Lauf, von frischer bis kandierter Frucht, sowie Mineralität. Normalerweise bleiben diese Aromen lange Zeit gut erhalten. Sie sind weich im Geschmack, jedoch nicht ohne jegliche Frische. Die mit extremer Reife geernteten Jahrgänge sind reichhaltig, vollmundig und und sehr füllig. Die Weine des Jahrgangs 2003 sind leicht und können zügig getrunken werden. Und doch dürfte eine große Zahl von ausgesprochen guten Jahrgangsweinen ein hohes Lagerungspotential aufweisen.

2003Als Jahrgang mit ausserordentlich hoher Sonnenbestrahlung behält der 2003 den Typus bei, hat aber dennoch einen ganz persönlichen Stil. Diese Weine lassen den sich Tag für Tag öffnenden Aromen freien Lauf, von frischer bis kandierter Frucht, sowie Mineralität. Normalerweise bleiben diese Aromen lange Zeit gut erhalten. Sie sind weich im Geschmack, jedoch nicht ohne jegliche Frische. Die mit extremer Reife geernteten Jahrgänge sind reichhaltig, vollmundig und und sehr füllig. Die Weine des Jahrgangs 2003 sind leicht und können zügig getrunken werden. Und doch dürfte eine große Zahl von ausgesprochen guten Jahrgangsweinen ein hohes Lagerungspotential aufweisen.

2002Diese Weine vereinen Mächtigkeit, Charakterfestigkeit und Feinheit. Der Ausdruck im Geruch ist elegant und komplex und birgt die ganze Vielfalt des Terroir; sie entwickeln sich besonders günstig, sind reichhaltig im Geschmack, und haben eine exzellente Aromennachhaltigkeit. Sie erreichen ihre Reife im allgemeinen nach 12 bis 18 Monate Lagerung, jedoch können die besten Flaschen gut noch einige Jahre länger lagern.

2001Der Jahrgang 2001 hat Weißweine von großer aromatischer Intensität und markanter Nervosität. Alle Stilarten und aromatischen Nuancen (blumig und vegetabilisch, fruchtig und mineralisch) treffen zusammen je nach den Terroirs und dem Zeitpunkt der Lese. Diese Weine sind häufig im Geschmack charakterfest bis frisch, mit wesentlich höherer Säure und Mineralität als in den 90er Jahren.

2000Mit Beginn der Fermentierung lassen die Weine dieses Jahrgangs den Aromen mit großer Komplexität und Feinheit freien Lauf. Bei den jungen Weinen dominieren fruchtige (Pfirsich, Birne, Zitrusfrüchte) und mineralische Nuancen (feurig), die manchmal gemischt sind mit vegetabilischen Geschmacksnoten (Buchsbaum, Narzisse, Spargel). Die Weine zeigen im Geschmack Charakterfestigkeit und gute Geschmacksnachhaltigkeit. Es sind Charakterweine mit guter Haltung, deren besten Jahrgänge sollten möglichst mehrere Jahre gelagert werden.
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